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	<title>Ökotourismus Archives - GruenerFliegen</title>
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		<title>Ökotourismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Gablenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 06:57:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltiges Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ökotourismus präsentiert sich gerne als "grüne Alternative" gegenüber anderen, deutlich destruktiveren Formen des Tourismus, ohne oftmals Naturerhalt, soziale Gerechtigkeit und lokale Einkommensmöglichkeiten zu realisieren. Mit steigender Anzahl der Projekte nimmt so die Besorgnis zu, ob die Programme ihre Zielvorgabe in puncto Nachhaltigkeit erfüllen oder sogar kontraproduktiv wirken können. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ökotourismus &#8211; Ein Konzept, das sich schwer umsetzen lässt, mit dem richtigen Ansatz kann es jedoch klappen</h2>



<p>Der Ökotourismus liegt nicht nur in Lateinamerika im Trend, sondern in vielen Teilen der Erde. Die &#8222;Rückkehr zur Natur&#8220; wird dabei mit vielfältigen Erwartungen verknüpft und reicht von der individuellen Sinnsuche an &#8222;Shangri-La ähnlichen&#8220; Orten über &#8222;going native&#8220; bei indigenen Völkern bis zur Hoffnung auf einen Ausweg aus der globalen Krise. Die Verbreitung ökotouristischer Projekte wird allerdings auch von der Annahme befördert, Tourismus könne gezielt als Instrument der Entwicklungsförderung und der Armutsreduzierung eingesetzt werden (Walther, 2019). So wird der Ökotourismus von Regierungen, dem Privatsektor und internationalen Umwelt-NGOs zunehmend als Strategie zur Lösung wirtschaftlicher und sozialer Probleme in marginalisierten und peripheren Regionen des globalen Südens gefördert und gleichzeitig als adäquates und effektives Instrument des Umweltschutzes genutzt (Garrod, 2013).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/06/shutterstock_1082646944.jpg" alt="" class="wp-image-6369" width="1232" height="820"/></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nicht auf allen Ökotourismusprojekten auf denen Öko steht, ist auch Öko drin</strong></h2>



<p>Gerne präsentiert sich der Ökotourismus deshalb als &#8222;grüne Alternative&#8220; gegenüber anderen, deutlich destruktiveren Formen des Tourismus, ohne oftmals Naturerhalt, soziale Gerechtigkeit und lokale Einkommensmöglichkeiten zu realisieren. Mit steigender Anzahl der Projekte nimmt so die Besorgnis zu, ob die Programme ihre Zielvorgabe in puncto Nachhaltigkeit erfüllen (Cloquet, 2014) oder sogar kontraproduktiv wirken können. Dies geschieht vor allem dann, wenn die geforderte aktive Teilnahme und Mitsprache der Einheimischen am touristischen Planungs- und Entscheidungsprozess, die eigentlich ein unverzichtbares Element und entscheidendes Erfolgskriterium nachhaltiger Entwicklung darstellt, außer Acht gelassen wird. Dadurch entstehen häufig Projekte, die weder den soziokulturellen Lebensstil noch die Visionen und Wünsche der Einheimischen in den Mittelpunkt stellen, obwohl sie als integraler Bestandteil des Tourismusproduktes unmittelbar von den Auswirkungen des Tourismus betroffen sind (Muganda, Mgonja &amp; Backman, 2013; Gumede &amp; Nzama, 2021). Zwar gibt es an manchen Orten Projekte, die auf partizipativen Ansätzen basieren, jedoch herrscht bei der Umsetzung der Programme häufig Vetternwirtschaft unter den beteiligten Akteuren oder die geldgebende Partei versucht im eignen (finanziellen) Interesse zu handeln (Backes &amp; Gothe, 2003). Infolgedessen werden Projekte initiiert, die, wie alle anderen Ökotourismusprogramme auch, wirtschaftlich nicht ertragreich und sozial ungerecht für die ansässige Bevölkerung sind. Rund um den Globus existieren somit zahlreiche Ökotourismusprojekte, die sich zwar mit dem Image des Ökotourismus schmücken, ohne ihn aber tatsächlich in der Praxis umzusetzen (Harsh, 2020).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Himalaya Ecotourism zeigt, dass es echten Ökotourismus geben kann</strong></h2>



<p>Ein Unternehmen, das die Sorge um die Umwelt und die lokale Bevölkerung tatsächlich in den Vordergrund rückt und somit Grund zur Hoffnung gibt, ist das Social Enterprise &#8222;Himalaya Ecotourism&#8220;. Angesiedelt im heiligen Thirthan-Tal von Himachal Pradesh, auch bekannt als das Tal der Götter, verfolgt der, durch den Belgier Stephan Marchel gegründete Outdoor- &amp; Trekking-Operator, die Vision, ein nachhaltiges Entwicklungsmodell im Herzen des Himalayas zu kreieren, das auf einem echten allumfassenden partizipativen Ansatz gründet. Die Einheimischen erhalten dadurch die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, die für ihr Leben und ihre Umwelt, in der sie wohnen, relevant sind. Nach erfolgreicher Einarbeitung soll die Reiseagentur mittelfristig sogar vollständig an die lokalen Community-Mitglieder übergeben werden. Ausgehend von diesem Leitgedanken achten Marchel und die anderen Mitglieder des Operators strikt darauf, dass die lokale Bevölkerung die Kontrolle über das Projekt erhält. So können sich beispielsweise nur Personen der Reiseagentur anschließen, die auch im Thirthan-Tal geboren und aufgewachsen sind. Außerdem werden die Löhne von den Einheimischen selbst festgesetzt &#8211; sie richten sich nach den Forderungen der Mitglieder und den marktmöglichen Preisen. Um sicherzustellen, dass alle Gemeindemitglieder im gleichen Maße entweder direkt oder indirekt vom Tourismus profitieren, wird das Business fair durch ein Rotationssystem unter den Trekking-Führern aufgeteilt, und ein Teil der tourismusgenerierten Einnahmen fließt in Gemeindeprojekte wie dem Aufforstungsprogramm oder der Women-Empowernment-Initative. Mit diesen Maßnahmen gelingt es dem Social Enterprise wahren Ökotourismus zu schaffen, der die Werte und Interessen der lokalen Bevölkerung respektiert, der die regionale Wirtschaft stärkt, die Natur schützt und einen kollektiven Nutzen für die Gemeinde bringt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="7039" height="4943" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/06/shutterstock_767348878.jpg" alt="" class="wp-image-6363"/></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auch die Besten haben mit Herausforderungen zu kämpfen</strong></h2>



<p>Auch wenn etliche &#8222;Greenwashing-Reiseagenturen&#8220; nicht ansatzweise mit dem Trekking-Operator in Himachel Pradesh Schritt halten können, steht auch das Social Enterprise vor verschiedenen Herausforderungen. Ein Problem, mit dem die Reiseagentur insbesondere zu kämpfen hat, ist das Thema &#8222;Gender Inequality&#8220;. Obwohl bereits erste Schritte in Richtung &#8222;Frauen-Empowerment&#8220; unternommen wurden &#8211; es wurde z.B. ein Projekt ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Frauen Seifen und Aprikosenöl herstellen &#8211; fühlen sich viele weibliche Mitglieder insbesondere vom Trekking-Buisness ausgeschlossen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die lokale Gesellschaft, wie in vielen anderen Teilen Indiens, bis dato an patriarchalen Strukturen festhält. Die Arbeit als Trekking-Führer bleibt deshalb in der Regel Männersache, während die Frauen ganz traditionell Aufgaben wie dem Putzen, Kochen, der Kindererziehung und Feldarbeit nachgehen. Dies soll sich nun ändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr weibliche Trekking-Guides würden der Reiseagentur und lokalen Gemeinschaft viele Vorteile bringen</strong></h2>



<p>Für Marchal ist es wichtig, dass von nun an mehr Frauen in das Projekt eingebunden und die Community zum Umdenken bewegt wird. Die erste Trekking-Führerin hat er bereits vor zwei Jahren in das Programm aufgenommen. Jegita ist für die weiblichen Gäste der Kooperative verantwortlich. Auch für die junge Frau ist die verstärkte Integration weiblicher Wanderführerrinnen in die Reiseagentur das A und O. Denn davon, so sagt sie, würden nicht nur die weiblichen Gäste profitieren, die sich auf ein Trekking-Abenteuer durch das schneegeküsste Naturparadies Himachal Pradesh begeben möchten, sondern auch die einheimischen Frauen. Während sich die Touristinnen dadurch deutlich freier und sicherer fühlen können &#8211; in der indischen Gesellschaft werden zum einen bestimmte Themen wie die Menstruation noch immer tabuisiert und können nicht einfach so vor dem männlichen Geschlecht angesprochen werden, und zum anderen ist es für indische Frau bisher unüblich, ohne Vater oder Ehemann zu verreisen- haben die einheimischen Frauen hingegen den Vorteil, dass durch die Einbindung von Trekking-Führerinnen der Status der Frau in der Gesellschaft hinterfragt und eventuell die Arbeitslast innerhalb der Familien gerechter und effizienter verteilt wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/06/shutterstock_13865234541.jpg" alt="" class="wp-image-6366" width="1355" height="922"/></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Durch finanziellen Anreiz soll Anzahl der Trekking-Führerinnen gesteigert werden</strong></h2>



<p>Um mehr Trekking-Führerinnen für seine Reiseagentur zu gewinnen, versucht Marchal den Familien einen finanziellen Anreiz zu bieten, indem er die fehlende Zeit, die die Frauen im Haushalt verbringen (müssen), kompensiert. Weibliche Angestellte erhalten deshalb im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen das doppelte Gehalt bei HET. Dadurch hofft der junge Unternehmer, dass sich bald weitere Trekking-Führerinnen der Initiative anschließen und sich das bestehende Frauenbild in der Thirthan-Valley nach und nach verändert.&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/06/1599677110949-2.jpeg" alt="Portrait Sabrina Rau" class="wp-image-6467" width="322" height="322"/></figure></div>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Autorin</h4>



<p>Sabrina Rau glaubt daran, dass wahre Nachhaltigkeit nur durch Zusammenarbeit und interkulturellen Austausch entstehen kann. Die Verbindung zu Menschen anderer Kulturen und das Zuhören, um von ihren Geschichten und ihrer Weisheit zu lernen, sind ihr deshalb eine Herzensangelegenheit. Sabrina ist Autorin und hält einen Bachelor in Sustainable Tourism.</p>
</div>
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<h4 class="wp-block-heading">Quellen:</h4>



<p>Backes, M., &amp; Goethe, T. (2003). Meilensteine und Fallstricke der Tourismuskritik. Peripherie. 89(23), 7-30.</p>



<p>Cloquet, I. (2014). Einbindung touristischer Entwicklungsprojekte in die Naturschutzgebiete in Gabun: Erkenntnisse aus einem gescheiterten Versuch. Tourism Review, 4-5.</p>



<p>Garrod, B. (2013). Local Participation in the Planning and Management of Ecotourism: A Revised Model Approach. Journal of Ecotourism. 2(1), 22-53.</p>



<p>Gumede, T.K., &amp; Nzama, A.T. (2021). Approaches toward Community Participation Enhancement in Ecotourism. In: M. N., Suratman (Hrsg.), Protected Area Management-Recent Advances (S.1-22). o.O. IntechOpen.</p>



<p>Harsh, S. (2020). Himalaya Ecotourism, a Social Enterprise. TerraGreen Magazine, 23-26.</p>



<p>Muganda, M., Mgonja, J., &amp; Backmann, K. F. (2013). Desires of Community Participation in Tourism Development Decision Making Process: A Case Study of Barabarani, Mto Wa Mbu, Tanzania. American Journal of Tourism Research. 2(1), 84-94.</p>



<p>Walther, S. (2019). Ökotourismus in Mexiko: Der neue Umgang mit Natur in Lachatao, einer indigenen Gemeinde in Oaxaco (2. Aufl.). Bielefeld: Transcript Verlag.</p>



<p></p>



<p>Picture credits: shutterstock</p>
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		<title>Ökotourismus in Kambodscha</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Gablenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2022 06:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Cardamom Tented Camp ist eine Ecolodge im Tiefland direkt an den Kardamombergen in der Provinz Koh Kong im Südwesten Kambodschas. Mit neun gut ausgestatteten Zelten im Safari-Stil zielt die Lodge darauf ab, den menschlichen Fußabdruck in der Natur zu minimieren und als Vorbild bei der Förderung nachhaltiger Ökotourismuspraktiken sowohl im Nationalpark als auch in Kambodscha als Ganzes zu dienen.</p>
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<p>von Ken Scott</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie du am besten etwas “zurückgeben” kannst</h2>



<p>Kambodscha bietet einige der besten und vielfältigsten Urlaubserlebnisse in Südostasien. Die prächtigen Khmer-Ruinen von Angkor, Preah Vihear, Sambor Prei Kuk sind ein Highlight. Ebenso ein Highlight sind der Öko- und Gemeinschaftstourismus in den Wäldern im Süden des Landes sowie die Erholung an der Küste auf den Inseln und an den Stränden des Festlandes (aber vermeide am besten Sihanoukville). Phnom Penh ist eine der dynamischsten, chaotischsten und lohnendsten Städte im Großraum Mekong. Trotz der turbulenten und gelegentlich tragischen Geschichte haben sich die Kambodschaner in den letzten 40 Jahren neu formiert und blicken mit Stolz auf ihr tausendjähriges Khmer-Erbe. Menschen als resilient zu bezeichnen, ist ein Klischee. Aber in Kambodscha wurde diese Ehre von den Khmer verdient.</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://gruener-fliegen.de/wp-content/uploads/2020/05/Cambodia-6.jpg" alt="Mann im Kanu in Kambodscha" class="wp-image-6158" width="467" height="360"/><figcaption>Kayaking in den Gewässern des Prak Tachan River nahe des Cardamom Tented Camps<br>@Ken Scott</figcaption></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Anreise &amp; Wetter</h2>



<p>Viele Touristen besuchen Kambodscha in Kombination mit Thailand, das praktisch das Tor &#8211; für die Anreise mit dem <a href="https://gruener-fliegen.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flugzeug</a> &#8211; nach Kambodscha ist. Flüge von Bangkok nach Phnom Penh und Siem Reap (Angkor) sind sehr beliebt. Es gibt auch Direktflüge nach Phonm Penh von Singapur, Hongkong, Kuala Lumpur und verschiedenen nordostasiatischen Städten. Außerdem gibt es Landgrenzübergänge von Thailand, Laos und Vietnam. In Kambodscha gibt es allerdings keine Personenzüge mehr. Straßen-, Luft- und Flussboote sind die einzigen Optionen.</p>



<p>Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober; eine windige und trockene Jahreszeit ist von November bis Januar; und eine trockene heiße Jahreszeit von Februar bis Mai.</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="624" height="337" src="https://gruener-fliegen.de/wp-content/uploads/2022/05/Cambodia-2.jpg" alt="Familie auf Motorad in Kambodscha" class="wp-image-6137"/><figcaption>Eine Familie auf dem Motorrad, ein häufiges Bild in Kambodscha<br>@Ken Scott</figcaption></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Zurückgeben</h2>



<p>Es gibt viele touristische Orte, die du besuchen kannst, wie Cafés, Museen, Werkstätten, Gemeinschaftstheater, Pensionen und Hotels, die sich dem „Zurückgeben“ verschrieben haben. Ihre Aufgabe ist es, benachteiligten Kambodschanern – jung und alt – Ausbildung, Fähigkeiten, ein angemessenes Gehalt – und Hoffnung zu geben. Es geht nicht nur um Profit, sondern um Reinvestition in Menschen. Wenn du also Kambodscha besuchst, solltest du in Betracht ziehen, etwas Zeit, Geld und Wertschätzung an den folgenden Orten zu verbringen, die nur einige der vielen Möglichkeiten für verantwortungsbewussten Tourismus im ganzen Land sind:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Phnom Penh</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>NCDP Handicrafts – diese Boutique bietet einige der besten Handarbeiten in Kambodscha an, die alle von Menschen mit Behinderung hergestellt werden.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Le Lotus Blanc – genieße ein Mittagessen (europäisch und asiatisch) in einem Restaurants, das armen Kindern eine Berufsausbildung für das Hotel- und Gastgewerbe anbietet</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Phnom Tamao Wildlife Rescue Center &#8211; Etwa 40 km südlich von Phnom Penh gelegen, bietet das Zentrum ein Refugium für Wildtiere wie Elefanten, Sonnenbären, Leoparden und Tiger. Besuche solltest du am besten in die Mitte der Woche legen, an den Wochenenden ist es sehr voll dort.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Siem </strong>Reap&nbsp;</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Artisans D&#8217;Angkor &#8211; mit einem Besuch der Artisans-Werkstatt in Siem Reap förderst du die Wiederbelebung traditioneller Khmer-Kunst und -Handwerkskunst&nbsp;</li><li>Cambodia Landmine Museum &#8211; Erfahre mehr über die Geißel der Landminen und den Schatten, den sie über die ländlichen Gemeinden in Kambodscha werfen.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Kampot</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Epic Arts Cafe – ein lebendiges kleines Café, das eine Anlaufstelle für die Gehörlosen- und Behindertengemeinschaft in Kampot darstellt. Das Café hilft bei der Finanzierung von Kunstprogrammen. Genieße leckere leichte Häppchen wie Kampot-Pfefferbrot.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Stung Treng</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Mekong Blue – ein entzückender Ausstellungsraum für Seidenweberei des Stung Treng Women’s Development Centre. Es ist berühmt für die hohe Qualität seiner handgewebten Seide.</li></ul>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/05/Cambodia-3.jpg" alt="Ecolodge Cardamom Tented Camp" class="wp-image-6149" width="514" height="386"/><figcaption>Luftaufnahme des Cardamom Tented Camp,eine Ecolodge in der Koh Kong Provinz<br>@Ken Scott</figcaption></figure></div>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Ecolodge in der Provinz Koh Kong: Dein Aufenthalt hält den Wald am Leben</h2>



<p>Das <strong><a href="http://www.cardamomtentedcamp.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cardamom Tented Camp</a></strong> ist eine Ecolodge im Tiefland direkt an den Kardamombergen in der Provinz Koh Kong im Südwesten Kambodschas. Mit neun gut ausgestatteten Zelten im Safari-Stil zielt die Lodge darauf ab, den menschlichen Fußabdruck in der Natur zu minimieren und als Vorbild bei der Förderung nachhaltiger Ökotourismuspraktiken sowohl im Nationalpark als auch in Kambodscha als Ganzes zu dienen.</p>



<p>Die Lodge und ihre Umgebung befinden sich auf einem 18.000 Hektar (180 km2) großen Waldgebiet und beherbergen unberührte Tiefland- und Küstenlebensräume, die Wildtierkorridore mit den Kardamombergen verbinden. Abgesehen von der Übernachtung in komfortablen, gut ausgestatteten Zelten mit eigener Dusche, Bad und Balkon sind umweltfreundliche Trekking- und Kajakpakete für Naturliebhaber verfügbar, die daran interessiert sind, Teil echter Naturschutzarbeit zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Durchgreifen gegen Jäger, Holzfäller und Sandbagger</strong></h2>



<p>Die Gewinne aus dem 2017 eröffneten Camp tragen dazu bei, die Gehälter von 12 Förstern zu bezahlen. In den letzten fünf Jahren haben diese Ranger der Wildlife Alliance großartige Arbeit geleistet, um illegale Jagd, Abholzung und Sandbaggerung entlang des Flusses Preak Tachan zu reduzieren, der durch den Nationalpark Botum Sakur fließt. Gäste können mit den Rangern wandern und ihre Rangerstation besuchen, um die beschlagnahmten Netze, Fallen und primitiven hausgemachten Waffen zu sehen, mit denen Wilderer einst Wildtiere jagten.</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/05/Cambodia-4.jpg" alt="Ökotourismus in Kambodscha - Foerster" class="wp-image-6152" width="591" height="394"/><figcaption>Ein Ranger zeigt konfiszierte illegale Fallen und Fischernetze, die zur Jagd im Botum Sakor National Park genutzt wurden<br>@Ken Scott</figcaption></figure></div>



<p>Das Geschäftsmodell von Cardamom Tented Camp ist einfach. Die Gäste bleiben im Camp. Das Camp macht einen kleinen Gewinn. Das Lager gibt den Förstern Geld. Die Ranger patrouillieren im Wald, um die illegale Jagd und Abholzung zu stoppen. Dementsprechend verwendet das Cardamom Tented Camp treffend den Slogan „Your Stay Keeps the Forest Standing“. Die Gäste haben das gute Gefühl, dass sie mit ihrem Aufenthalt im Camp direkt zur Erhaltung eines lebenswichtigen Lebensraums im Flachland beitragen.</p>



<p>Dank der guten Arbeit der Wildhüter der Wildlife Alliance und des Camps ist die Zahl der asiatischen Elefanten, Dhole (kleine Jagdhunde), Nebelparder, Schweinedachse, Sonnenbären, Maushirsche, Schuppentiere und anderer stabil – oder steigend.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Perfekt für die Vogelbeobachtung</strong></h2>



<p>Die Gegend um das Cardamom Tented Camp ist auch ein perfekter Rückzugsort für Vogelbeobachter.</p>



<p>In Zusammenarbeit mit dem Sam Veasna Center for Wildlife Conservation bietet das Camp Vogelbeobachtern spezialisierte Aktivitäten zur Vogelbeobachtung. Unter der Leitung eines Vogelexperten begleitet der Guide die Gruppe und hilft bei der Identifizierung verschiedener Vögel.</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://fly.green/wp-content/uploads/2022/05/Cambodia-5.jpg" alt="Ökotourismus in Kambodscha - Vogelbeobachtung" class="wp-image-6155" width="528" height="348"/><figcaption>Kingfisher, einer der 160 Vogelarten im Urwald<br>@Ken Scott</figcaption></figure></div>



<p>Eine im Jahr 2000 durchgeführte Biodiversitätsstudie erfasste über 160 Arten. Besucher haben nicht weniger als acht Arten von Eisvögeln gesichtet, und sowohl der Orientalische Rattenvogel als auch der Große Nashornvogel sind hier zu sehen. Vogelbeobachter können ihren Tag mit der Vogelbeobachtung beim Frühstück im Restaurant des Camps mit Blick auf den Fluss Preak Tachan beginnen.</p>



<p>Ein Aufenthalt im Cardamom Tented Camp kann sowohl entspannend als auch aktiv sein. In jedem Fall ist es eine lohnende Gelegenheit, die wunderbare Natur zu sehen und den lebenswichtigen Waldlebensraum zu schützen. Denk daran: “Dein Aufenthalt schützt den Wald.“</p>



<p>Mehr Infos findest du unter <a href="http://www.cardamomtentedcamp.com">www.cardamomtentedcamp.com</a>.</p>



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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">Ken Scott</h2>



<p>Ken lebt aktuell in UK und hat 25 Jahre als Reisejournalist und Kommunikationsexperte in Thailand gearbeitet. Ken war Manager und später Head of Communications bei der Pacific Asia Travel Association in Bangkok, 2000-2006. In 2006 gründete er ScottAsia Communications, eine auf Reiseunternehmen spezialisierte PR-Agentur. Seit 2013 leitet er das Unternehmen aus UK. Weitere Informationen unter <a href="https://scottasia.net" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ScottAsia.net</a>.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://gruener-fliegen.de/wp-content/uploads/2022/06/Ken-Scott-Profile.jpg" alt="Protrait Ken Scott" class="wp-image-6208" width="267" height="287"/></figure>
</div>
</div>
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